Abessinische Banane 'Maurelii' Ensete ventricosum 'Maurelii'
Artikelnummer: 114290Produktdetailbeschreibung
Abessinische Banane 'Maurelii' - Ziersorte einer ostafrikanischen Art, die von Äthiopien bis Angola beheimatet ist. Die Art wächst in Bergwäldern, Schluchten und an feuchteren Standorten in Höhenlagen von etwa 800–2400 m und hat in Äthiopien eine lange Tradition als Nutzpflanze. Die Sorte 'Maurelii' wird wegen ihrer Blattfärbung kultiviert, nicht wegen einer Ernte. Sie bildet einen festen Scheinstamm ohne Ausläufer aus sich überlappenden Blattbasen und wirkt dadurch architektonisch klarer als viele Bananen der Gattung Musa. Neue Blätter treiben kastanien- bis weinrot aus und gehen später in eine Mischung aus Olivgrün, Purpur und Rot über, die Blattunterseite ist meist dunkelrot und die Blattscheiden sind rötlich getönt. In tropischen Gebieten kann sie 5,5–6 m erreichen, im Kübel und unter mitteleuropäischen Bedingungen meist 2–3 m, in einer sehr guten Saison um 3,5 m, bei einer Breite von in der Regel 1,5–2 m. Die Blätter werden 1–2 m lang, bei kräftigen Pflanzen auch länger. Die weißen Blüten sind zwischen dunkelroten Hochblättern verborgen und erscheinen im Sommer nur an älteren, kräftigen Pflanzen, in unseren Breiten eher selten. Die Früchte sind trocken und für die Gartennutzung ohne Bedeutung. Die Sorte eignet sich als Solitär in exotisch gestalteten Pflanzungen, an der Terrasse, am Teich, in einem durch Mauern geschützten Innenhof oder in einem großen Container, wo sie einen schönen Kontrast zu Canna, Ziergräsern, Rizinus, dunkellaubigen Purpurglöckchen oder hell blühenden Sommerblumen bildet.
Anbau: In Deutschland empfiehlt sich volle Sonne bis leichter Halbschatten, stets ein warmer und windgeschützter Standort, da Wind die Blätter leicht einreißt. Am besten eignet sich ein tiefgründiger, humoser, nährstoffreicher und gut durchlässiger Boden, der stets leicht feucht ist, mit Drainage und einem pH-Wert von etwa 6,0–7,5. Im Kübel bewährt sich ein lockeres Substrat mit Kompostanteil. Von April bis August wächst die Pflanze rasch und benötigt regelmäßiges Gießen und Düngen, zwischen den Wassergaben darf das Substrat jedoch nicht dauerhaft vernässt sein. Die Pflanzung oder das Ausräumen ins Freie erfolgt in unseren Breiten nach dem Ende der Spätfröste, meist von Mitte Mai bis September oder Anfang Oktober. Die Sorte ist nicht winterhart. Bereits Temperaturen um 0 °C schädigen die Blätter, für eine sichere Überwinterung empfiehlt sich ein heller, frostfreier Raum bei etwa 5–12 °C oder eine trockene, kühle Lagerung der zurückgeschnittenen Pflanze über 5 °C. Im Freiland überwintert sie in Deutschland nicht. Der Rückschnitt beschränkt sich auf das Entfernen beschädigter Blätter. Umpflanzen verträgt sie schlechter als viele Musa-Arten, daher ist die Kultur in einem dauerhaften, größeren Kübel praktischer. Krankheiten treten selten auf, bei der Überwinterung unter Glas können Spinnmilben, Blattläuse, Schmierläuse und Schildläuse erscheinen, bei Vernässung Anthraknose oder Welke. Für eine ausgewachsene Pflanze sind mindestens 1,5–2 m Platz einzuplanen, etwa 1 Stk auf 2–4 m².
Autor: Nikol | Revision: 8.4. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Raritäten & Sammlerstücke |
|---|---|
| EAN: | 2284900515255 |
| Lichtverhältnisse: | Sonne |
| Höhe: | 250-300 |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Musa B: CZ-4282 C: 26/FP/0097 D: NL |
| Plant Passport 2: | A: Musa B: CZ-4282 C: 26/FP/0119 D: NL |
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