Balsam-Tanne 'Piccolo' Abies balsamea 'Piccolo'
Artikelnummer: 44313 44314 Variante wählenProduktdetailbeschreibung
Abies balsamea 'Piccolo' – ein zwergwüchsiger Kultivar, der aus einer im Jahr 1982 entdeckten Hexenbesen-Mutation stammt. Es handelt sich um einen sehr langsam wachsenden, regelmäßig geformten Nadelbaum mit einem kompakten, kugeligen bis polsterförmigen Habitus. An den zahlreichen kurzen Zweigen sitzen dicht angeordnet kurze, steife, glänzend dunkelgrüne Nadeln, deren Unterseite heller ist und zwei helle Streifen aufweist. Die neuen Austriebe im Frühjahr sind hellgrün und bilden einen schönen Kontrast zu den älteren Nadeln. Im Frühjahr stechen an den Triebspitzen braune vegetative Knospen hervor, die der Pflanze ein weiteres saisonales Detail verleihen. Nach dem Zerreiben duftet das Nadelkleid zart nach Harz. Nach 10 Jahren erreicht der Kultivar in der Regel eine Höhe von etwa 30 cm und eine Breite von 40 cm; langfristig kann er je nach Bedingungen eine Höhe und Breite von circa 45 bis 60 cm erreichen. Aufgrund seiner Größe eignet er sich hervorragend als Solitärpflanze im Alpinum, in der Heidelandschaft oder in einem Kiesbeet, passt aber auch wunderbar in kleinere Kompositionen und größere Pflanzgefäße. Als passende Begleitpflanzen eignen sich niedrige Heidekrautgewächse, moorliebende Stauden, Steine sowie weitere langsam wachsende Koniferen. Der Kultivar besticht vor allem durch seinen immergrünen Habitus und seine Struktur, nicht durch Blüten oder Zierfrüchte.
Kultivierung: Für die Kultivierung in Tschechien hat sich ein Standort in voller Sonne bis Halbschatten bewährt. In wärmeren Tieflagen ist ein leichter Halbschatten und Windschutz vorteilhaft, um Austrocknung und Verbrennung der Nadeln zu vermeiden. Der Boden sollte humos, gleichmäßig feucht, durchlässig und mit einem leicht sauren pH-Wert von etwa 4,5–6,5 sein. Schwere Lehmböden profitieren von einer Auflockerung mit Kies und Kompost, da Staunässe das Risiko von Pilzkrankheiten der Wurzeln erhöht. Rinden- oder Nadelmulch ist vorteilhaft, da er die Feuchtigkeit stabilisiert und den Säuregehalt des Bodens aufrechterhält. Bewässerung ist vor allem nach der Pflanzung und während Trockenperioden im Sommer wichtig, die Trockenresistenz ist eher gering. Gedüngt wird in der Regel im Frühjahr leicht, zum Beispiel mit Kompost oder Dünger für Nadelgehölze; Überdüngung führt zu spärlichem Wachstum. Ein Rückschnitt ist normalerweise nicht erforderlich, eventuelle Beschädigungen an Ästen werden Ende des Winters entfernt. Containerpflanzen werden von März bis Oktober bei gefrorenem Boden gepflanzt. Für Gruppenpflanzungen wird ein Abstand von etwa 60–80 cm verwendet, was etwa 3 Stück pro m² entspricht. Im Behälter wird ein größeres Volumen von etwa 20–40 l mit einer Drainageschicht gewählt, im Winter ist eine Isolierung des Wurzelballens gegen Frost ratsam. Die Frostbeständigkeit wird mit etwa -35 °C angegeben. Schädlinge können Blattläuse und Rutenläuse sein, bei Schwächung durch Trockenheit auch Spinnmilben; Krankheiten sind oft Hallimasch und Wurzelfäule. Vorbeugung sind ein luftiger Standort, regelmäßige Feuchtigkeit und durchlässiger Boden.
Autor: Nicol | Revision: 28.08.2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Tannen (Abies) |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Halbschatten |
| Pflanz- und Pflegeanleitung: | Anleitung zum Anbau von Nadelbäumen - /anleitungen-zum-anbau-von-nadelbaeumen/ |
| Verpackung: | Behälter oder Verpackung |
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