Echte Feige 'Pastiliere' Ficus carica 'Pastiliere'

Artikelnummer: 84320
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Sehr alte, geschätzte französische Sorte vom Smyrna-Typ mit dunklen, süßen Früchten. Ohne Bestäubung durch die Feigenwespe setzt sie in der Regel keine Früchte an. Sie wächst als Strauch oder Baum von 2,5–4 m mit robuster Krone. Die Früchte sind mittelgroß bis groß und blauviolett. Ihr tiefrotes, dichtes und außergewöhnlich süßes Fruchtfleisch zählt zu den besten unter den dunklen Feigen. Die Reifezeit liegt im September bis Oktober. Die Winterhärte ist mittel, empfehlenswert sind ein geschützter Standort oder die Kultur im Kübel.

Detaillierte Informationen

Produktdetailbeschreibung

Echte Feige 'Pastiliere' - eine sehr alte, unter Sammlern hoch geschätzte französische Sorte, die vermutlich aus Südfrankreich stammt. Sie gehört zur Gruppe der hochwertigen dunkelfrüchtigen Feigen, weist jedoch eine Besonderheit auf: Es handelt sich um eine Sorte vom Smyrna-Typ. Das bedeutet, dass sie in ihrer natürlichen Umgebung nur dann fruchtet, wenn die Früchte von der Feigenwespe bestäubt werden. Ohne Bestäubung fallen die Früchte in der Regel ab. In unseren Breiten verhält sie sich daher anders als gewöhnliche Feigen. Dennoch wird sie von manchen Liebhabern wegen ihres außergewöhnlich feinen Geschmacks, ihres dekorativen Aussehens und ihres historischen Wertes erhalten. Sie wächst als mittelstark bis stärker wachsender, laubabwerfender Strauch oder kleiner Baum von etwa zweieinhalb bis vier Metern Höhe, mit breit ausladender Krone und großen, tief gelappten Blättern. Die Triebe sind fest und reifen gut aus, sodass die Pflanze robust und vital wirkt. Die Früchte sind mittelgroß bis groß und sehr attraktiv, mit matt blauvioletter bis tief tintenfarbener Schale. Die Form ist rund bis leicht abgeflacht. Das Fruchtfleisch ist tiefrot, dicht, stark aromatisch und süß, mit reichem, vollem Dessertgeschmack, der zu den besten unter den dunklen Feigen gezählt wird. Das Aroma ist intensiv, honigartig-fruchtig, mitunter mit einem Hauch von Waldbeeren. Die Früchte reifen spät, meist im September und Oktober. In der Küche wird sie vor allem frisch geschätzt, da ihr Fruchtfleisch ein außergewöhnliches Geschmacksprofil besitzt. Sie eignet sich zudem für Desserts, Kuchen und zu Käse sowie für Marmeladen oder Pasten, in denen ihre dunkle Farbe eindrucksvoll zur Geltung kommt. Wie andere Feigen enthält sie Ballaststoffe, natürlichen Zucker, Mineralstoffe und Antioxidantien und ist damit eine wertvolle Ergänzung der Ernährung. Unter europäischen Bedingungen ohne Feigenwespe trägt sie in der Regel keine Früchte, oder diese fallen in einem frühen Stadium ab. Gelingt es jedoch, die Früchte in wärmeren Regionen oder im Gewächshaus zur Reife zu bringen, belohnt sie mit außergewöhnlicher Qualität. Die Winterhärte ist mittel. Das Holz ist gegenüber stärkeren Winterfrösten relativ empfindlich, daher empfiehlt sich in kühleren Lagen ein Winterschutz oder die Kultur im Kübel mit Überwinterung in einem frostfreien Raum. Krankheiten treten in der Regel nicht auf, sofern der Boden nicht vernässt ist.

Anbau: Feigen benötigen volle Sonne und einen warmen, geschützten Standort, idealerweise an einer Südwand. Ihnen sagt ein leichter, gut durchlässiger Boden mit Drainage und einem pH-Wert von etwa 6–7,5 zu. In den ersten drei Jahren werden sie am besten mobil kultiviert, also im Kübel, der über den Winter in einem kühlen, frostfreien Raum bei etwa 10 °C aufgestellt wird. Die Gefäßgröße wird schrittweise von 10–15 Litern bis auf 40–70 Liter für ein ausgewachsenes Bäumchen gesteigert. Gegossen wird mäßig, mit Abtrocknen zwischen den einzelnen Wassergaben, da Staunässe Blattfall und Wurzelfäule verursacht. Im Sommer ist jedoch eine regelmäßige, gleichmäßige Wasserversorgung nötig, damit die Früchte nicht platzen. Mulch hilft, die Feuchtigkeit zu halten und die Temperatur zu stabilisieren, bei Feigen bewähren sich vor allem Holzhäcksel oder Rasenschnitt. Feigen vertragen Trockenheit gut und kommen nach dem Einwurzeln im Freiland auch mehrere Wochen ohne Regen aus. Die Düngung erfolgt im Frühjahr mit Kompost oder von Mai bis Juli mit einem kaliumbetonten Dünger, ohne Stickstoffüberschuss. Der Rückschnitt erfolgt im Frühjahr: Schwache, erfrorene und sich kreuzende Triebe werden entfernt, und es wird eine offene Krone mit wenigen Leitästen erhalten. Die Frosthärte liegt meist bei etwa –12 bis –15 °C, daher ist in kühleren Lagen ein Winterschutz notwendig, vor allem bei jungen Pflanzen. Feigen leiden im Allgemeinen kaum unter Krankheiten, am häufigsten treten Echter Mehltau oder bei trockener Luft Schädlinge auf, insgesamt handelt es sich jedoch um ein sehr robustes und anspruchsloses Gehölz.

Autor: Kamila | Revision: 19.11.2025

Zusätzliche Parameter

Kategorie: Feigenbäume
EAN: 2284900198793
Lichtverhältnisse: Sonne
Höhe: 400 und mehr, 200 und mehr, 300 und mehr
Fruchtfarbe: Schwarz, Blau, Dunkelviolett
Ernte-/Reifedatum: September, Oktober
Bestäubungsart (Pflanzengeschlecht): Kreuzbestäubt
Verpackung: Container
Plant Passport: A: Ficus B: CZ-4282 C: 22/FP/0073 D: IT

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