Fingerhut 'Goldcrest' Digitalis 'Goldcrest'
Artikelnummer: 117422Produktdetailbeschreibung
Fingerhut 'Goldcrest' - eine kompakte, halbimmergrüne Staudensorte, die auch als Digitalis 'Waldigone' PBR oder Walberton’s Goldcrest geführt wird. Sie entstand aus einer Kreuzung von Digitalis grandiflora und Digitalis obscura und vereint so die gelbe Grundfarbe der Blüte, einen warmen Aprikosenton und einen robusteren, ausdauernden Charakter. Gezüchtet wurde sie von David Tristram in der britischen Baumschule Walberton Nursery. Die Pflanze bildet eine niedrige, bodennahe Rosette aus glatten, lanzettlichen, dunkelgrünen Blättern, aus der aufrechte Blütenstiele emporwachsen. Zur Blüte erreicht sie etwa 45–55 cm Höhe und 30–40 cm Breite. Von Juni bis September erscheinen Ähren nickender, glockenförmiger Blüten. Die Blüten sind pfirsichgelb, aprikosenfarben bis kupfergelb und innen mit rotbrauner Aderung und Flecken geschmückt. Sie öffnen sich nach und nach von unten nach oben, und die Sterilität der Sorte verlängert die Blütenwirkung, da die Pflanze keine Energie in die Samenbildung steckt. Die Blüten sind attraktiv für Hummeln und andere Bestäuber und eignen sich auch zum Schnitt. Die Sorte findet Verwendung in Staudenbeeten, halbschattigen Rabatten, naturnahen Pflanzungen, an Wegen, in größeren Kübeln sowie in lichter Unterpflanzung. Sie harmoniert gut mit Salbei, Storchschnabel, Sterndolden, Purpurglöckchen, Glockenblumen, Funkien, Eisenkraut, Schmucklilien und feinen Gräsern. Alle Teile des Fingerhuts sind beim Verzehr giftig, daher eignet sich die Pflanze nicht für Bereiche, in deren Nähe sich Kinder oder Haustiere aufhalten.
Anbau: Benötigt wird ein halbschattiger bis schattiger Standort, idealerweise entlang von Waldrändern oder unter höheren Bäumen, wo die Pflanze vor der grellen Mittagssonne geschützt ist. Einige Arten (z. B. Digitalis purpurea) vertragen auch volle Sonne, sofern der Boden stets ausreichend feucht ist. Ideal ist ein tiefgründiger, humoser, gut durchlässiger, lockerer und gleichmäßig feuchter Boden mit schwach saurem bis neutralem pH-Wert. Dauerhaft vernässte, schwere Lehmböden (in denen die Blattrosetten im Winter faulen) sowie zu trockene, sandige Substrate, in denen die Pflanze kümmert, werden nicht vertragen. Die Bewässerung muss regelmäßig und ausgiebig erfolgen, vor allem bei Trockenheit sowie während des intensiven Wachstums und der Blüte, damit der Boden nie vollständig austrocknet. Die Düngung erfolgt im Frühjahr durch Einarbeiten von reifem Kompost oder durch Gabe eines organischen Düngers. Ein Übermaß an stickstoffhaltigen Mineraldüngern führt zu üppigem Blattwachstum auf Kosten der Standfestigkeit der Blütenstiele. Der Rückschnitt besteht darin, den gesamten Blütenstiel unmittelbar nach dem Verblühen knapp über der bodennahen Blattrosette abzuschneiden. Dieser Eingriff regt die Pflanze häufig zu einem zweiten, kleineren Blütenflor im Spätsommer an und kann bei zweijährigen Arten die Lebensdauer um ein weiteres Jahr verlängern. Soll sich der Fingerhut am Standort selbst aussäen, lässt man die Stiele eintrocknen und die Samen ausreifen. Beim Pflanzen oder Vereinzeln von Sämlingen empfehlen sich Abstände von 35–50 cm, je nach Wuchsstärke der jeweiligen Art. Die Frosthärte ist mittel (bis -12 °C bis -15 °C). Unter mitteleuropäischen Bedingungen sind für eine sichere Überwinterung ein warmer, geschützter Standort, eine einwandfreie Drainage im Winter und eine gründliche Winterabdeckung erforderlich.
Hinweis: Die gesamte Pflanze ist hochgiftig (sie enthält herzwirksame Glykoside), daher sollte sie nur mit Handschuhen angefasst und ihr Standort in Gärten, zu denen Kinder oder Haustiere freien Zugang haben, sorgfältig abgewogen werden.
Autor: Kristýna | Revision: 30.06. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Stauden (Botanisch D) |
|---|---|
| EAN: | 2284900369230 |
| Lichtverhältnisse: | Sonne, Halbschatten |
| Verpackung: | Container p17 |
| Plant Passport: | A: Digitalis B: CZ-4282 C: 23/FP/0130 D: NL |
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