Geweihbaum Gymnocladus dioica
Artikelnummer: 72407 72405 Variante wählenProduktdetailbeschreibung
Geweihbaum - mächtiger sommergrüner Baum aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Er stammt aus dem mittleren und östlichen Nordamerika, wo er in Flussauen, lichten Wäldern und an Kalkhängen wächst. In Garten- und Parkgestaltung wird er für seine ungewöhnliche Wintersilhouette, die grobe Verzweigung und die außergewöhnlich großen, doppelt gefiederten Blätter geschätzt. Unter mitteleuropäischen Bedingungen erreicht er im Alter etwa 20–25 m Höhe und 12–18 m Breite, auf nährstoffreichem Boden kann er mächtiger werden. Die Krone ist in der Jugend eher licht, später breit eiförmig bis ausladend, offen und plastisch. Die Borke ist graubraun, rau und reißt mit zunehmendem Alter auf. Die Blätter treiben sehr spät aus, oft erst im Mai, sind 50–100 cm lang, doppelt gefiedert und tragen ovale, blaugrüne Fiederblättchen. Im Herbst färben sie sich je nach Witterung gelb oder fallen grünlich ab. Die Art ist zweihäusig, männliche und weibliche Blüten sitzen meist auf getrennten Pflanzen. Die grünlich weißen Blüten in Rispen erscheinen im Juni, die weiblichen Blüten duften nach Zitrone. Die Früchte sind kräftige braune Hülsen mit Samen in klebrigem Fruchtfleisch. Samen und rohe Fruchtteile sind giftig. Der Baum eignet sich als Solitär für Parks, große Gärten, weitläufige Höfe und städtische Pflanzungen. Gut harmoniert er mit Eichen, Ahornen, Gleditschien, Amberbäumen, Ziergräsern und niedrigen Sträuchern, die sein ausdrucksstarkes Astbild nicht verdecken.
Anbau: Ein vollsonniger Standort ist die sicherste Wahl. In jungen Jahren wächst der Baum langsamer, nach dem Einwurzeln legt er mittelstark zu und bildet ein tiefer reichendes Wurzelsystem. Geeignet ist ein warmer, luftiger Standort mit ausreichend Raum für die Krone. Der Boden sollte tiefgründig, durchlässig, lehmig bis lehmig-sandig, mäßig nährstoffreich, mäßig feucht bis eher trocken sein, mit einem pH-Wert von etwa 6,0–8,0. Kalkhaltige Böden, Stadtklima, Wind, Hitze und nach dem Einwurzeln auch kurzzeitige Trockenheit werden gut vertragen. Anhaltende Staunässe und schwere, schlecht durchlüftete Tonböden bekommen ihm nicht. Die Pflanzung erfolgt von März bis Mai und von Oktober bis November, Containerpflanzen können auch in der gesamten frostfreien Zeit gesetzt werden. Für einen Solitär sind mindestens 12–15 m Platz vorzusehen, in Alleen und Parkgruppen ein Abstand von 8–12 m je nach Endgröße. Nach der Pflanzung ist regelmäßiges Gießen während der ersten beiden Saisons wichtig, ältere Bäume benötigen Wasser nur bei langer Trockenheit. Die Düngung sollte zurückhaltend erfolgen, geeignet sind Kompost oder ein langsam wirkender Dünger im Frühjahr. Eine Mulchschicht aus Hackschnitzeln schützt den Wurzelbereich vor dem Austrocknen. Der Schnitt beschränkt sich auf den Erziehungsschnitt der Krone und das Entfernen beschädigter Äste im Winter oder zeitigen Frühjahr. Im Kübel wird der Baum nur vorübergehend in der Jugend kultiviert. Die Winterhärte reicht bis etwa −29 °C bis −34 °C. Krankheiten und Schädlinge treten selten auf, möglich sind Blattfleckenkrankheiten, Blattläuse, Raupen und Wurzelschäden in vernässtem Boden.
Autor: Kristýna | Revision: 30.06. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Weitere Ziergehölze & Raritäten |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Verpackung: | Ballen oder Container |
| Plant Passport: | A: Gymnocladus B: CZ-4282 C: 24/FP/0005 D: PL |
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