Kamtschatka-Heckenkirsche 'Blue Velvet' Lonicera kamtschatica 'Blue Velvet'

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Die Kamtschatka-Heckenkirsche 'Blue Velvet' besticht durch samtig graugrünes Laub. Dazu kommt eine frühe Ernte essbarer Beeren, die gewöhnlich von Ende Mai bis Juni reifen. Der Strauch wächst kompakt auf etwa 1,0–1,2 m und verträgt auch kühlere Lagen. Die Früchte sind dunkelblau bis violett, oft länglich tonnenförmig, mit einem ausgewogenen süßsäuerlichen, an Heidelbeeren erinnernden Geschmack. Für den Anbau der Kamtschatka-Heckenkirsche eignen sich Sonne bis Halbschatten und gewöhnlicher Gartenboden. Ein höherer Ertrag wird in Kombination mit einer weiteren Sorte erzielt, etwa 'Blue Moon'.

Detaillierte Informationen

Produktdetailbeschreibung

Kamtschatka-Heckenkirsche 'Blue Velvet' - sommergrüner Strauch aus der Familie der Geißblattgewächse, der wegen seiner essbaren blauen Früchte kultiviert wird, die sehr früh in der Saison reifen. Die Sorte 'Blue Velvet' wird in der gärtnerischen Praxis häufig mit der Bezeichnung 'Kiev' in Verbindung gebracht. Als Herkunft gilt der Botanische Garten in Kiew, wo sie aus Material ausgelesen wurde, das aus dem russischen Fernen Osten und von Inselpopulationen stammt. Der Strauch zeigt einen kompakten, breit ausladenden Wuchs und erreicht ausgewachsen etwa 1,0–1,2 m Höhe und 1,0–1,2 m Breite. Das graugrüne Laub besitzt eine fein samtige Oberfläche. Die Triebe sind dornenlos, und der Strauch bildet keine Wurzelausläufer, weshalb er sich im Zier- wie im Nutzbeet leicht in Form halten lässt. Zeitig im Frühjahr erscheinen kleine, trichterförmige Blüten in Weiß bis Cremeweiß, mitunter schwach duftend, die für Bestäuber attraktiv sind. Die Früchte sind dunkelblau bis violett, oft länglich tonnen- oder tropfenförmig und etwa 2–3 cm lang. Die Ernte fällt in unseren Breiten gewöhnlich auf Ende Mai und Juni. Der Geschmack ist süßsäuerlich und erinnert an Heidelbeeren. Verwendet werden die Früchte frisch, für Kuchen, Sirupe und zum Einfrieren. Häufig wird der Gehalt an Vitamin C und Anthocyanen hervorgehoben, die zu den Antioxidantien zählen. Die Sorte ist fremdbefruchtend und benötigt für einen reichen Fruchtansatz eine geeignete Befruchtersorte - gut bestäubt wird sie von anderen Sorten der Kamtschatka-Heckenkirsche mit ähnlicher Blütezeit, beispielsweise 'Zojka' oder 'Blue Moon'. Da die Vegetationsperiode in Sibirien kurz ist, vertrocknen die Blätter bereits im Laufe des Juli.

Anbau:  Die Pflanze verträgt dauerhaft Wintertemperaturen weit unter −30 °C, und die Blüten überstehen kurzzeitige Spätfröste von einigen Grad unter dem Gefrierpunkt, was auch in kühleren Gebieten eine zuverlässige Ernte ermöglicht. Am besten gedeiht sie in voller Sonne, wo sie den höchsten Fruchtansatz und gut ausgefärbte Früchte bildet. Im lichten Halbschatten wächst sie ebenfalls, die Ernte fällt dort jedoch etwas geringer aus. Der Standort sollte eher geschützt, aber gut durchlüftet sein, ohne dauerhaft vernässten Boden. Ideal ist ein mittelschwerer bis leichter, lehmiger oder lehmig-sandiger, gut durchlässiger Boden mit höherem Humusgehalt und schwach saurer bis neutraler Reaktion im Bereich von etwa pH 6–7. Ungeeignet sind schwere, verdichtete und dauerhaft staunasse Böden sowie extrem saure Substrate für Moorbeetpflanzen. Gepflanzt wird meist im Frühjahr oder im Herbst, Containerpflanzen lassen sich vom Frühjahr bis zum Herbst setzen, mit gründlichem Angießen nach der Pflanzung. Empfohlen werden im Garten Pflanzabstände von etwa 1–1,5 m zwischen den Sträuchern und 2–3 m zwischen den Reihen. In den ersten Jahren erfolgt nur ein leichter Erziehungs- und Auslichtungsschnitt, bei dem schwache, sich kreuzende oder beschädigte Triebe entfernt werden. Nach etwa 6–7 Jahren beginnt die schrittweise Verjüngung, bei der jährlich ein Teil der ältesten Äste bodennah herausgeschnitten wird und die jüngeren, ertragreicheren Triebe erhalten bleiben. Wässern ist vor allem im ersten Jahr nach der Pflanzung und in längeren Trockenperioden wichtig, ansonsten verträgt die Heckenkirsche kurze Trockenheit recht gut. Die Düngung richtet sich nach den Grundsätzen für Beerensträucher – im Frühjahr empfiehlt sich eine Gabe Kompost oder ein Langzeitdünger, im Sommer werden höhere Stickstoffgaben eingeschränkt, damit das Holz vor dem Winter ausreifen kann. Die Fläche unter den Sträuchern wird mit Rasenschnitt, Laub oder Holzhäcksel gemulcht, was die Verdunstung und den Unkrautwuchs vermindert. Die Heckenkirsche ist im Allgemeinen gesund, nur selten treten Blattläuse oder Echter Mehltau auf. Bei guter Verfassung des Bestandes genügt in der Regel eine schonende, vorbeugend ausgerichtete Pflege. Gestalterisch kommt sie in essbaren Mischpflanzungen, in niedrigen frei wachsenden Hecken und als Solitär nahe am Sitzplatz zur Geltung, wo sich die frühen Früchte bequem ernten lassen. Da die Vegetationsperiode in Sibirien kurz ist, vertrocknen die Blätter bereits im Laufe des Juli.

Autor: Kristýna | Revision: 19.12.2025

Mehr unter:  Anleitung zum Anbau der Kamtschatka-Heckenkirsche

Zusätzliche Parameter

Kategorie: Maibeeren (Honigbeeren)
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Lichtverhältnisse: Sonne, Halbschatten
Höhe: 100-120
Blütenfarbe: Creme
Blütezeit: April, Marsch
Ernte-/Reifedatum: Juni, Mai
Verpackung: Container
Plant Passport: A: Lonicera B: CZ-4282 C: 26/FP/0122 D: NL

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