Kamtschatka-Heckenkirsche 'Giant's Heart' Lonicera kamtschatica 'Riesenherz'
Artikelnummer: 721585Produktdetailbeschreibung
Kamtschatka-Heckenkirsche 'Giant's Heart' - eine Sorte mit großen, herzförmigen Früchten, gezüchtet in Japan im Rahmen der Gruppe Blue Treasure. In Gärten des gemäßigten Klimas dient sie als früh tragender Beerenstrauch, der an kalte Winter gut angepasst ist. Sie bildet dichte, gut verzweigte Sträucher von etwa 1,5–1,7 m Höhe und 1,3–1,5 m Breite mit bogig aufstrebenden Zweigen und länglich-eiförmigen, frischgrünen Blättern. Im Frühjahr, meist von Ende April bis Mai, erscheinen in den Blattachseln der Triebe kleine, zart duftende, cremeweiße Blüten, die gern von Bienen und Hummeln besucht werden. Nach der Blüte setzt der Strauch zahlreiche länglich-ovale, herzförmige Beeren von etwa 2,5–3 cm Länge mit blauvioletter Schale und feiner Bereifung an. Das Fruchtfleisch ist saftig, überwiegend süß, mit angenehmer Säure und leichter Pflaumennote, geschmacklich zwischen Heidelbeere und Pflaume. Unter den Bedingungen der meisten Regionen Deutschlands reifen die Früchte mittelspät, von Ende Juni bis Juli, in kühleren Lagen mitunter erst Anfang August. Der Strauch trägt bald nach der Pflanzung und liefert an einem geeigneten Standort regelmäßige Erträge. Die Früchte enthalten Vitamin C, Anthocyane und weitere Polyphenole und werden als Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung geschätzt. Sie eignen sich zum fortlaufenden Frischverzehr ebenso wie zur Verarbeitung zu Konfitüren, Sirupen, Säften, Desserts und zum Einfrieren. 'Giant's Heart' ist eine teilweise selbstfruchtbare Sorte. Für einen sichereren Ertrag empfiehlt sich jedoch die Pflanzung zusammen mit einer weiteren Heckenkirschensorte mit ähnlicher Blütezeit, etwa aus der Boreal-Reihe oder mit anderen essbaren Formen der Kamtschatka-Heckenkirsche.
Anbau: Die Pflanze verträgt dauerhaft Wintertemperaturen weit unter −30 °C, und die Blüten überstehen kurzzeitige Spätfröste von einigen Grad unter dem Gefrierpunkt, was auch in kühleren Regionen zuverlässige Ernten ermöglicht. Am besten gedeiht sie in voller Sonne, wo sie den höchsten Fruchtansatz und gut ausgefärbte Früchte bildet. Im lichten Halbschatten wächst sie ebenfalls, die Ernte fällt dort jedoch etwas geringer aus. Der Standort sollte eher geschützt, aber gut durchlüftet sein, ohne dauerhaft vernässten Boden. Ideal ist ein mittelschwerer bis leichterer, lehmiger oder lehmig-sandiger, durchlässiger Boden mit höherem Humusgehalt und schwach saurer bis neutraler Reaktion im Bereich von etwa pH 6–7. Ungeeignet sind schwere, verdichtete und ständig nasse Böden sowie extrem saure Moorbeetsubstrate. Gepflanzt wird meist im Frühjahr oder Herbst, Containerpflanzen können vom Frühjahr bis zum Herbst gesetzt werden, mit gründlichem Angießen nach der Pflanzung. Empfohlen werden Pflanzabstände von etwa 1–1,5 m zwischen den Sträuchern und 2–3 m zwischen den Reihen. In den ersten Jahren erfolgt nur ein leichter Erziehungs- und Auslichtungsschnitt, bei dem schwache, sich kreuzende oder beschädigte Triebe entfernt werden. Nach etwa 6–7 Jahren beginnt die schrittweise Verjüngung, bei der jährlich ein Teil der ältesten Zweige an der Basis herausgeschnitten wird und jüngere, ertragreichere Triebe erhalten bleiben. Das Gießen ist vor allem im ersten Jahr nach der Pflanzung und in längeren Trockenperioden wichtig, ansonsten verträgt die Heckenkirsche kurze Trockenheit recht gut. Die Düngung richtet sich nach den Grundsätzen für Beerensträucher: Im Frühjahr empfiehlt sich die Gabe von Kompost oder einem Langzeitdünger, im Sommer werden höhere Stickstoffgaben eingeschränkt, damit das Holz vor dem Winter ausreifen kann. Die Fläche unter den Sträuchern wird mit Rasenschnitt, Laub oder Holzhäcksel gemulcht, was die Verdunstung und den Unkrautwuchs verringert. Die Heckenkirsche ist im Allgemeinen gesund, nur selten treten Blattläuse oder Echter Mehltau auf. Bei guter Kondition der Pflanzen genügt meist eine schonende, vorbeugend ausgerichtete Pflege. Gestalterisch eignet sie sich für essbare Mischpflanzungen, für niedrigere frei wachsende Hecken und als Solitär nahe am Sitzplatz, wo sich die frühen Früchte bequem ernten lassen. Da die Vegetationsperiode in Sibirien kurz ist, vertrocknen die Blätter bereits im Laufe des Juli.
Autor: Nikol | Revision: 9.12.2025
Mehr unter: Anleitung zum Anbau von Kamtschatka-Heckenkirschen
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Maibeeren (Honigbeeren) |
|---|---|
| EAN: | 2284900318979 |
| Lichtverhältnisse: | Sonne |
| Höhe: | 160-180 |
| Blütenfarbe: | Creme |
| Blattfarbe: | Grün |
| Blütezeit: | Mai, April |
| Fruchtfarbe: | Blau |
| Ernte-/Reifedatum: | Juli, Juni |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Lonicera B: CZ-4282 C: 26/FP/0013 D: PL |
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