Kamtschatka-Heckenkirsche 'Vostorg' Lonicera kamtschatica 'Vostorg'
Artikelnummer: 9999285 69717 797671 Variante wählenProduktdetailbeschreibung
Kamtschatka-Heckenkirsche 'Vostorg' - gehört zu den Sorten der essbaren Heckenkirsche, die aus Wildpopulationen Sibiriens und Nordwestrusslands hervorgegangen sind. In unseren Breiten bildet sie einen aufrechten bis leicht ausladenden Strauch von etwa 1,5–1,8 m Höhe und 1,2–1,5 m Breite mit dichter Verzweigung und graubrauner Borke. Die Blätter sind gegenständig, verkehrt eiförmig bis elliptisch, 3–6 cm lang, oberseits mattgrün, unterseits heller und treiben bereits im zeitigen Frühjahr aus. Im März und April erscheinen in den Blattachseln kleine weiße bis cremefarbene Blüten, die kurze Spätfröste gut vertragen, sodass der Fruchtansatz auch bei wechselhafter Witterung zuverlässig ausfällt. Aus den bestäubten Blüten entwickeln sich längliche, etwa 2–3 cm lange und rund 1,5–2 g schwere Beeren von blauvioletter Farbe mit kräftiger bläulicher Bereifung. Das Fruchtfleisch ist saftig, süß bis süßsäuerlich, mit Aromen von Waldheidelbeeren und Schwarzen Johannisbeeren. Die Früchte reifen meist um die Wende von Mai zu Juni, in höheren Lagen eher im Juni. Nach der Reife fallen sie nicht sofort ab, was die Ernte erleichtert. Sie eignen sich zum Frischverzehr, für Kuchen und Desserts, zum Einfrieren sowie zur Herstellung von Konfitüren, Säften oder Kompott, wobei das dunkle Fruchtfleisch den Speisen einen violetten Farbton verleiht. Essbare Heckenkirschen werden wegen ihres hohen Gehalts an Vitamin C, Anthocyanen und weiteren natürlichen Farbstoffen geschätzt, die den Speiseplan um frühes Saisonobst bereichern. In Naschgärten ergänzt die Sorte Johannisbeeren, Stachelbeeren und kleines Steinobst, in kleineren Gärten bewährt sie sich auch als frei wachsende, essbare Hecke.
Anbau: Die Sorte verträgt dauerhaft Wintertemperaturen weit unter −30 °C, und die Blüten überstehen kurze Spätfröste von einigen Grad unter dem Gefrierpunkt, was auch in kühleren Regionen zuverlässige Ernten ermöglicht. Am besten gedeiht sie in voller Sonne, wo sie den höchsten Fruchtansatz und gut ausgefärbte Früchte bildet. Im lichten Halbschatten wächst sie ebenfalls, die Ernte fällt dort jedoch etwas geringer aus. Der Standort sollte eher geschützt, aber gut durchlüftet sein, ohne anhaltend vernässten Boden. Ideal ist ein mittelschwerer bis leichterer, lehmiger oder lehmig-sandiger, gut durchlässiger Boden mit höherem Humusgehalt und schwach saurer bis neutraler Reaktion im Bereich von etwa pH 6–7. Ungeeignet sind schwere, verdichtete und dauerhaft vernässte Böden sowie extrem saure Substrate für Moorbeetpflanzen. Gepflanzt wird meist im Frühjahr oder Herbst, Containerpflanzen können vom Frühjahr bis zum Herbst gesetzt werden, gefolgt von einem gründlichen Angießen. Empfohlen werden Pflanzabstände von etwa 1–1,5 m zwischen den Sträuchern und 2–3 m zwischen den Reihen. In den ersten Jahren erfolgt nur ein leichter Erziehungs- und Auslichtungsschnitt, bei dem schwache, sich kreuzende oder beschädigte Triebe entfernt werden. Nach etwa 6–7 Jahren beginnt die schrittweise Verjüngung: Jährlich wird ein Teil der ältesten Äste an der Basis herausgeschnitten, während jüngere, ertragreichere Triebe erhalten bleiben. Gießen ist vor allem im ersten Jahr nach der Pflanzung und in längeren Trockenperioden wichtig, ansonsten verträgt die Heckenkirsche kurze Trockenphasen recht gut. Die Düngung richtet sich nach den Grundsätzen für Beerensträucher – im Frühjahr empfiehlt sich eine Gabe Kompost oder Langzeitdünger, im Sommer werden höhere Stickstoffgaben eingeschränkt, damit das Holz vor dem Winter ausreifen kann. Die Fläche unter den Sträuchern wird mit Rasenschnitt, Laub oder Holzhäcksel gemulcht, was die Verdunstung und den Unkrautwuchs verringert. Die Heckenkirsche ist im Allgemeinen gesund, nur selten treten Blattläuse oder Echter Mehltau auf. Bei guter Pflanzenkondition genügt in der Regel eine schonende, vorbeugend ausgerichtete Pflege. Gestalterisch findet sie Verwendung in essbaren Mischpflanzungen, in niedrigeren frei wachsenden Hecken sowie als Solitär nahe dem Sitzplatz, wo sich die frühen Früchte bequem ernten lassen. Da die Vegetationszeit in Sibirien kurz ist, vertrocknen die Blätter bereits im Laufe des Juli.
Autor: Nikol | Revision: 4.12.2025
Mehr unter: Anleitung zum Anbau von Kamtschatka-Heckenkirschen
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Maibeeren (Honigbeeren) |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Sonne |
| Höhe: | 160-180 |
| Blütenfarbe: | Creme |
| Blattfarbe: | Grün |
| Blütezeit: | April, Marsch |
| Fruchtfarbe: | Blau |
| Ernte-/Reifedatum: | Juni, Mai |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Lonicera B: CZ-4282 C: 25/FP/0014 D: PL |
| Plant Passport 2: | A: Lonicera B: CZ-4282 C: 26/FP/0007 D: PL |
| Plant Passport 3: | A: Lonicera B: CZ-4282 C: 26/FP/0013 D: PL |
| Plant Passport 4: | A: Lonicera B: CZ-4282 C: 26/FP/0138 D: CZ |
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