Latschenkiefer Pinus mugo

Artikelnummer: 110871
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Die Latschenkiefer ist ein immergrünes, dicht verzweigtes Nadelgehölz. Sie bildet einen breit ausladenden, oft mehrstämmigen Strauch von 1,5–3 m Höhe und 2–4 m Breite. Der Wuchs ist langsam bis mäßig langsam, die unteren Äste liegen meist bogig auf, die Triebspitzen stehen aufrecht. Die kurzen, steifen Nadeln sind dunkelgrün und stehen zu zweit. Im Mai und Juni erscheinen unscheinbare Zapfenblüten, aus denen 3–6 cm lange, braune Zapfen heranreifen. Die Latschenkiefer festigt Hänge, bietet Vögeln Unterschlupf und eignet sich für Steingärten, Heidegärten, Gebirgspflanzungen und Pflanzgefäße.

Detaillierte Informationen

Produktdetailbeschreibung

Latschenkiefer - immergrünes, sehr formenreiches Nadelgehölz aus der Familie der Kieferngewächse. Die natürliche Verbreitung liegt in den Gebirgen Mittel- und Südeuropas, vor allem in den Alpen, den Karpaten und auf dem Balkan. Dort besiedelt die Art steinige Hänge, Geröllhalden, Bergwiesen, Moorstandorte und Lagen oberhalb der Waldgrenze. Sie bildet einen dichten, breit ausladenden, häufig mehrstämmigen Strauch, selten einen kleineren Baum. Im Garten erreicht sie in der Regel 1,5–3 m Höhe und 2–4 m Breite, alte Pflanzen können je nach Herkunft jedoch deutlich höher und breiter werden. Der Wuchs ist langsam bis mäßig langsam, der Habitus meist unregelmäßig, mit niederliegenden unteren Ästen und aufrechten Triebspitzen. Die steifen, kurzen, dunkelgrünen Nadeln stehen in Büscheln zu zweit und verbleiben mehrere Jahre am Zweig. Unscheinbare männliche und weibliche Zapfenblüten erscheinen im Mai und Juni. Nach der Bestäubung reifen eiförmige bis kegelförmige, braune Zapfen von etwa 3–6 cm Länge heran. Einen auffälligen Duft oder schnittgeeignete Blüten bildet die Latschenkiefer nicht. Die dichte Verzweigung bietet kleinen Vögeln Unterschlupf, die Wurzeln tragen zur Befestigung von Hängen bei. Die Art findet Verwendung in großen Steingärten, Heidegärten, naturnahen und alpinen Pflanzungen, an Böschungen und Hängen, im städtischen Grün sowie in größeren Pflanzgefäßen. Gut harmoniert sie mit Wacholder, Heide, niedrigen Gräsern, Fetthennen und Naturstein.

Anbau: Die schönste Färbung und die dichteste Benadelung zeigen sich in voller Sonne. Im lichten Halbschatten wachsen manche Sorten weiterhin zuverlässig, die Krone wird dort jedoch lockerer. Ein geschützter Standort ist vor allem im Winter von Vorteil, wenn das Zusammenspiel von Wind und Sonne das Austrocknen der Nadeln begünstigt. In warmen Tieflagen hilft ein Mikroklima mit kühlerem Untergrund und Mulch. Bewährt hat sich ein durchlässiger, sandig-lehmiger bis steiniger Boden. In schweren Tonböden ist eine Drainage wichtig, Zwergformen reagieren empfindlich auf Staunässe. Der empfohlene pH-Wert liegt bei etwa 4,5–6,5, in vielen Gartenböden eignet sich auch ein leicht saures bis schwach neutrales Milieu. Containerpflanzen werden von März bis November gepflanzt. In der warmen Jahreszeit ist regelmäßiges Gießen nötig, damit der Wurzelballen nicht austrocknet, insbesondere im ersten Sommer. Nach dem Einwurzeln ist die Trockenheitsverträglichkeit mittel bis hoch, bei Zwergsorten lohnt sich während langer Hitzeperioden dennoch eine gleichmäßige Feuchtigkeit. Die Düngung sollte sparsam erfolgen, im Frühjahr mit einer kleineren Gabe eines Langzeitdüngers für Nadelgehölze. Ein Überschuss an Stickstoff fördert weichen Zuwachs und erhöht die Krankheitsanfälligkeit. Ein Rückschnitt ist in der Regel nicht erforderlich, zur Verdichtung werden mitunter die jungen „Kerzen“ im Mai bis Juni eingekürzt. Rindenmulch stabilisiert Bodenfeuchte und Bodentemperatur. Die Kultur im Pflanzgefäß ist verbreitet, erforderlich sind eine Drainageschicht, ein durchlässiges Substrat und ein Winterschutz des Gefäßes gegen das Durchfrieren der Wurzeln, bei Tauwetter ist auf die Feuchtigkeit zu achten. Die Frosthärte von Zwergkiefern ist hoch, etwa bis -30 °C, ein größeres Risiko stellen Wintertrockenheit und Staunässe dar. An Schädlingen können bei Trockenheit Spinnmilben und Blattläuse auftreten, an Krankheiten Nadelschütte sowie Wurzelfäule in schwerem Boden. Der Pflanzabstand richtet sich nach der Endbreite, als Richtwert gelten 0,8–1,5 m bei Polsterformen und etwa 1,5–2,5 m bei breiteren Zwergsorten.

Autor: Nikol | Revision: 29.7. 2026

Zusätzliche Parameter

Kategorie: Kiefern (Pinus)
EAN: 2284900343025
Lichtverhältnisse: Sonne
Höhe: 250-300
Pflanz- und Pflegeanleitung: Anleitung zum Anbau von Nadelbäumen - /anleitungen-zum-anbau-von-nadelbaeumen/
Verpackung: Container
Plant Passport: A: Pinus B: CZ-4282 C: 26/FP/0122 D: NL

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