Maibeere 'Wojtek' Lonicera kamtschatica 'Wojtek'
Artikelnummer: 8885184 68361 9999260 8885856 Variante wählenProduktdetailbeschreibung
Maibeere 'Wojtek' - gehört zu den großfrüchtigen Sorten, die in Polen aus einer Auslese russischer Sämlinge gezüchtet wurden. Sie bildet einen mittelstark wachsenden, dicht verzweigten Strauch von etwa 1,5–2 m Höhe und ähnlicher Breite mit leicht aufstrebendem bis halbkugeligem Wuchs, der seine kompakte Form auch ohne starken Rückschnitt behält. Die Zweige wachsen bogig aufstrebend und tragen eine graubraune Rinde, die jungen Triebe sind grün bis leicht rötlich überlaufen. Die gegenständigen Blätter sind elliptisch bis eiförmig, 3–6 cm lang, oberseits mattgrün und unterseits heller, wodurch der Strauch vom Frühjahr bis zum Herbst frisch wirkt. Im April erscheinen in den Blattachseln kleine gelblich-weiße, röhrenförmige Blüten zu zweit. Sie vertragen vorübergehende Spätfröste und sind eine frühe Pollen- und Nektarquelle für Bienen und andere bestäubende Insekten. 'Wojtek' ist eine fremdbefruchtende Sorte, für einen reichen Fruchtansatz empfiehlt sich daher die Pflanzung zusammen mit weiteren Sorten der Maibeere mit ähnlicher Blütezeit, beispielsweise 'Bakczarskij Velikan', 'Boreal Blizzard', 'Boreal Beast', 'Boreal Beauty' oder 'Aurora'. Die Beeren sind groß, länglich tonnenförmig bis leicht gebogen, dunkelblau mit deutlicher Bereifung, etwa 2–3 cm lang und rund 1–2 g schwer. Unter mitteleuropäischen Bedingungen reifen sie meist von Ende Mai bis Juni, oft früher als die meisten Gartenerdbeeren, und ermöglichen so eine sehr frühe Ernte von Beerenobst. Das Fruchtfleisch ist saftig, süßsäuerlich und erinnert in voller Reife mit einem feinen Aroma an Waldheidelbeeren, ohne ausgeprägte Bitterkeit. Die Früchte eignen sich zum Frischverzehr, für Obstsalate, Desserts, Konfitüren, Kompott und hausgemachte Sirupe sowie zum Einfrieren, wobei Geschmack und Farbe gut erhalten bleiben. Die Beeren enthalten Vitamin C, Anthocyane, Ballaststoffe und Mineralstoffe und sind eine ernährungsphysiologisch interessante Bereicherung einer abwechslungsreichen Kost.
Anbau: Die Pflanze verträgt dauerhaft Wintertemperaturen weit unter −30 °C, und die Blüten überstehen kurzzeitige Spätfröste von einigen Grad unter dem Gefrierpunkt, was auch in kühleren Lagen eine verlässliche Ernte ermöglicht. Am besten gedeiht sie in voller Sonne, wo sie den höchsten Fruchtansatz und gut ausgefärbte Früchte bildet. Im lichten Halbschatten wächst sie ebenfalls, die Ernte fällt dort jedoch etwas geringer aus. Der Standort sollte eher geschützt, aber gut durchlüftet sein, ohne dauerhaft vernässten Boden. Ideal ist ein mittelschwerer bis leichterer, lehmiger oder lehmig-sandiger, durchlässiger Boden mit höherem Humusgehalt und schwach saurer bis neutraler Reaktion im Bereich von etwa pH 6–7. Ungeeignet sind schwere, verdichtete und dauerhaft vernässte Böden sowie extrem saure Substrate für Moorbeetpflanzen. Gepflanzt wird meist im Frühjahr oder im Herbst, Containerpflanzen können vom Frühjahr bis zum Herbst gesetzt werden, mit gründlichem Angießen nach der Pflanzung. Empfohlen werden Pflanzabstände von etwa 1–1,5 m zwischen den Sträuchern und 2–3 m zwischen den Reihen. In den ersten Jahren erfolgt nur ein leichter Erziehungs- und Auslichtungsschnitt, bei dem schwache, sich kreuzende oder beschädigte Triebe entfernt werden. Nach etwa 6–7 Jahren beginnt die schrittweise Verjüngung, bei der jährlich ein Teil der ältesten Zweige an der Basis entfernt wird und jüngere, ertragreichere Triebe stehen bleiben. Gießen ist vor allem im ersten Jahr nach der Pflanzung und in längeren Trockenperioden wichtig, ansonsten verträgt die Maibeere kurze Trockenphasen recht gut. Die Düngung richtet sich nach den Grundsätzen für Beerensträucher – im Frühjahr empfiehlt sich eine Gabe Kompost oder Langzeitdünger, im Sommer werden höhere Stickstoffgaben eingeschränkt, damit das Holz vor dem Winter ausreifen kann. Die Fläche unter den Sträuchern wird mit Rasenschnitt, Laub oder Holzhäcksel gemulcht, was die Verdunstung und den Unkrautwuchs reduziert. Die Maibeere ist im Allgemeinen gesund, nur ausnahmsweise treten Blattläuse oder Echter Mehltau auf. Bei guter Verfassung der Pflanzen genügt meist eine schonende, vorbeugend ausgerichtete Pflege. Gestalterisch kommt sie in essbaren Mischpflanzungen, in niedrigeren frei wachsenden Hecken sowie als Solitär nahe dem Sitzplatz zur Geltung, wo sich die frühen Früchte bequem ernten lassen. Da die Vegetationsperiode in Sibirien kurz ist, vertrocknen die Blätter bereits im Laufe des Juli.
Autor: Nikol | Revision: 3.12.2025
Mehr unter: Anleitung zum Anbau von Maibeeren
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Maibeeren (Honigbeeren) |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Sonne |
| Höhe: | 180-200 |
| Blütezeit: | April |
| Fruchtfarbe: | Blau |
| Ernte-/Reifedatum: | Juni, Mai |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Lonicera B: CZ-4282 C: 26/FP/0122 D: NL |
| Plant Passport 2: | A: Lonicera B: CZ-4282 C: 26/FP/0134 D: CZ |
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