Mandelbaum 'Avijor' Prunus amygdalus 'Avijor'
Artikelnummer: 88394Produktdetailbeschreibung
Mandelbaum 'Avijor' - auch unter dem Handelsnamen Lauranne® bekannt, ist eine französische Sorte, die am INRA in Avignon gezüchtet wurde. Sie entstand aus der Kreuzung 'Ferragnès' × 'Tuono', wurde im Jahr 1978 selektiert und Anfang der 90er-Jahre in das französische Sortiment aufgenommen. Sie zählt zu den bedeutenden selbstfruchtbaren Mandelsorten und benötigt daher für den Fruchtansatz keine weitere Sorte als Befruchter. Der Baum wächst in der Jugend stärker, später mittelstark, mit offenem bis leicht überhängendem Habitus. Die Blütezeit liegt spät, meist im März bis Anfang April je nach Region, was unter mitteleuropäischen Bedingungen wertvoll ist, da sich das Risiko von Blütenschäden durch Spätfröste verringert. Die Ertragsfähigkeit setzt früh ein und ist hoch und regelmäßig. Die Früchte besitzen eine grüne Fruchthülle, die sich nach der Reife öffnet und eine halbharte bis eher harte Schale freigibt. Der Kern ist mittelgroß, schmal und länglich, mit hellbrauner Samenhaut und angenehm süßem, feinem Geschmack. Der Anteil an Doppelkernen ist sehr gering. Die trockenen Kerne eignen sich zum Frischverzehr, für Gebäck, Desserts, Marzipan und Pralinen sowie zur Herstellung von Mandeldrinks. Mandeln enthalten von Natur aus pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, Vitamin E, Magnesium und ungesättigte Fettsäuren und sind damit ein wertvoller Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung.
Anbau: Für den Anbau in unseren Breiten sind warme, sonnige und geschützte Lagen vorzuziehen, idealerweise ein Südhang oder ein Platz an einer sich erwärmenden Mauer. Geeignet ist ein leichter bis mittelschwerer, gut durchlässiger und eher trockener Boden ohne anhaltende Staunässe. Der passende pH-Wert liegt etwa bei 6,8–7,8, auf sauren Böden gedeiht die Sorte nach Kalkgabe und Verbesserung der Drainage. Die Pflanzung erfolgt im Frühjahr oder im Herbst, Containerpflanzen werden in der Regel von März bis November außerhalb von Frostperioden gesetzt. Nach der Pflanzung helfen Mulch und regelmäßiges Gießen in den ersten 2 Saisons, später erweist sich die Sorte meist als trockenheitstolerant. Der Rückschnitt erfolgt ähnlich wie beim Pfirsich, mit Auslichten der Krone und Erneuerung des Fruchtholzes. In kühleren Regionen bewährt sich ein zurückhaltender Winterschnitt und gegebenenfalls ein Formschnitt im Sommer. Ausgewählten Quellen zufolge ist ausgereiftes Holz bis etwa -23 °C frosthart, die Blüten können jedoch durch Frost während der Blüte geschädigt werden, weshalb der spätere Blühtermin ein Vorteil ist. Der empfohlene Pflanzabstand in der Obstanlage beträgt etwa 4–5 m. Die Sorte gilt als widerstandsfähig gegenüber der Kräuselkrankheit, dennoch können in ungünstigen Jahren Monilia-Spitzendürre an Blüten und Trieben, Bakterienbrand und Blattläuse auftreten. Vorbeugend wirken eine luftige Krone, ein nicht vernässter Boden und die Wahl eines geschützten Mikroklimas. Eine Kultur im Kübel ist bei schwächer wachsenden Unterlagen möglich, geeignet ist ein Gefäß mit Drainageschicht und Winterschutz für den Wurzelballen.
Autor: Jana | Revision: 27.08. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Mandeln |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Sonne |
| Verpackung: | wurzelnacktes Bäumchen |
| Plant Passport: | A: Prunus B: CZ-4282 C: 21/FP/0031 D: GR |
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