Reispapierbaum Tetrapanax papyrifera
Artikelnummer: 93278Produktdetailbeschreibung
Reispapierbaum - eine markante Art aus der Familie der Araliengewächse, beheimatet im Süden und Osten Chinas sowie in Taiwan. Die Pflanze bildet kräftige, überwiegend unverzweigte Triebe mit einer Blattrosette an der Spitze und wirkt dadurch wie ein „tropisches“ Bäumchen, obwohl es sich um ein Gehölz mit strauchartigem Charakter handelt. Die Blätter sind rundlich bis breit handförmig gelappt, meist 50–80 cm groß, bei gut versorgten Pflanzen auch größer, und sitzen an hohlen Blattstielen. Sie sind 5- bis 12-lappig, tief eingeschnitten, mit markanter Nervatur und auf der Unterseite oft bräunlich filzig. Aufgrund der Blattgröße ist die Art windempfindlich, da Wind die Blätter zerreißen kann. Am besten gedeiht sie deshalb an einer warmen Mauer oder im Windschatten höherer Sträucher. Die Blattoberfläche ist fein filzig, bei Regen wirken die Blätter wie große Schirme. Die Pflanze bildet häufig unterirdische Ausläufer und Schösslinge, wodurch sie sich mit der Zeit zu einem Horst oder einem lockeren Bestand ausbreitet. Im Spätsommer, meist von August bis September, erscheinen über dem Laub mächtige, wollig-filzige Rispen mit kleinen cremeweißen Blüten, die bestäubende Insekten anlocken. Der Blütenstand kann 50–80 cm lang werden und zeigt sich in milden Jahren regelmäßiger, während die Blüte in kalten Lagen ausbleiben kann. Nach der Blüte können sich kleine dunkle Früchte bilden, sofern die Witterung ihre Reife zulässt. Im Garten eignet sich der Reispapierbaum als architektonischer Blickfang an einer Mauer, in einer exotischen Ecke mit Bambus, Funkien und Farnen oder im Kontrast zu Gräsern und niedrigen Sträuchern, wo die Blattform und das durch die Blattlappen fallende Licht besonders zur Geltung kommen.
Anbau: Erforderlich ist ein geschützter, zugfreier Standort, idealerweise in voller Sonne bis lichtem Halbschatten. Am zuverlässigsten ist ein humoser, stets leicht feuchter, aber durchlässiger Boden mit einem pH-Wert von etwa 6,0–7,5. In schweren Lehmböden bewährt sich eine Drainage sowie die Beimischung von Kies oder Lauberde, damit sich im Winter keine Nässe an den Wurzeln staut. Die Pflanzung erfolgt von März bis Mai oder von September bis Oktober mit ausreichend Platz, da die Pflanze ausgewachsen etwa 3–6 m hoch und 2–4 m breit wird und sich der Bestand durch Ausläufer noch weiter ausdehnen kann. Wässern ist vor allem nach der Pflanzung und in trockenen Sommern wichtig, eine Mulchschicht aus Rinde oder Laub stabilisiert Bodenfeuchte und Bodentemperatur. In kälteren Regionen Deutschlands können die oberirdischen Teile bei etwa -10 bis -15 °C zurückfrieren, das Wurzelsystem überlebt unter einer Mulchschicht jedoch und treibt im Frühjahr wieder aus. Der Winterschutz umfasst daher in der Regel eine stärkere Mulchschicht und den Schutz der Basis, gegebenenfalls auch das Umwickeln der Stämmchen mit Vlies. Der Rückschnitt beschränkt sich meist auf das Entfernen erfrorener Teile im Vorfrühling, die Pflanze regeneriert gut. Mögliche Schädlinge sind Blattläuse an jungen Trieben, bei Staunässe kann sich der Gesundheitszustand der Wurzeln verschlechtern.
Autor: Nikol | Revision: 13.2. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Weitere Ziergehölze & Raritäten |
|---|---|
| EAN: | 2284900515088 |
| Lichtverhältnisse: | Sonne, Halbschatten |
| Höhe: | 400 und mehr, 500 und mehr |
| Blütenfarbe: | Creme |
| Blütezeit: | August, September |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Tetrapanax B: CZ-4282 C: 26/FP/0119 D: NL |
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