Sauerkirsche 'Cigány meggy 7' Prunus cerasus 'Cigány meggy 7'
Artikelnummer: 136874Produktdetailbeschreibung
Sauerkirsche 'Cigány meggy 7' - ungarische Sauerkirschsorte aus dem alten regionalen Kreis der Zigeunerweichseln, der durch Auslese aus örtlichen Sämlings- und Ausläuferpopulationen entstand. Als Züchter des Klons '7' wird Sándor Brózik genannt, ein bedeutender ungarischer Pomologe. Die Sorte wird wegen ihrer Selbstfruchtbarkeit, der regelmäßigen Fruchtbarkeit, des stark färbenden Saftes und des würzigen Sauerkirschgeschmacks geschätzt. Der Baum wächst je nach Unterlage mittelstark. Die Krone ist breiter und dichter, mit dünneren Zweigen und Neigung zum Überhängen, daher ist ein Auslichten nach der Ernte förderlich. Die Blätter sind elliptisch bis eiförmig, sattgrün und gesägt, im Herbst färben sie sich gelb. Die weißen, bienenfreundlichen Blüten öffnen sich im April, meist mittelfrüh bis mittelspät. Die Sorte ist selbstfruchtbar und zugleich ein guter Befruchter für andere Sauerkirschen ähnlicher Blütezeit. Die Früchte reifen von Mitte bis Ende Juni, in kühleren Lagen erst um den Übergang von Juni zu Juli. Sie sind eher klein, meist 3–4 g, nahezu kugelig, dunkel bordeauxrot bis schwarzrot. Das Fruchtfleisch ist weicher bis halbfest, sehr saftig, tiefrot, säuerlich, aromatisch und stark färbend. Die Früchte können länger am Baum hängen bleiben und auf einmal geerntet werden. Sie eignen sich vor allem für Säfte, Sirupe, Konfitüren, Kompott, Fruchtsoßen, Liköre, Kuchen und zum Einfrieren. Sie enthalten Ballaststoffe, Kalium, organische Säuren, Vitamin C und Anthocyane.
Anbau: Bevorzugt wird ein sonniger, wärmerer Standort, in geschütztem Kleinklima verbessern sich das Ausreifen des Holzes und die Regelmäßigkeit des Ertrags. Bewährt hat sich ein lehmig-sandiger bis lehmiger, gut durchlässiger Boden mit ausreichender Feuchtigkeit während der Wachstumszeit, pH-Wert etwa 6,5–8. Die Pflanzung erfolgt je nach Pflanzenart meist von März bis November, danach empfehlen sich Angießen und Mulchen. Während Fruchtansatz und Fruchtwachstum ist regelmäßiges Gießen ohne Staunässe vorteilhaft, damit der Baum nicht unter Stress gerät. Die Düngung erfolgt üblicherweise im Frühjahr mit Kompost oder einem ausgewogenen Obstdünger, eine Überdüngung mit Stickstoff steigert die Wuchskraft. Der Rückschnitt erfolgt bei Sauerkirschen eher nach der Ernte, um Gummifluss einzuschränken und jungen Neuaustrieb zu fördern. Im Ertragsalter rechnet man mit Pflanzabständen von etwa 3–4 m zwischen den Bäumen, bei stärker wachsenden Unterlagen mit 4–5 m. Ausgereifte Bäume vertragen meist Fröste um −25 bis −28 °C, die Blüten können jedoch bei Spätfrösten bereits um −2 °C geschädigt werden, daher sollten Frostsenken gemieden werden. An Krankheiten können Monilia-Spitzendürre und Blattfleckenkrankheiten auftreten, förderlich sind eine luftige Kronenerziehung und das Entfernen des Falllaubs. An Schädlingen können örtlich die Kirschfruchtfliege und Vögel auftreten, bei späterer Ernte hilft eine rechtzeitige Pflücke.
Mehr: Anleitung zum Anbau von Süß- und Sauerkirschen
Autor: Nikol | Revision: 1.7. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Sauerkirschen |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Sonne |
| Blütezeit: | April |
| Pflanz- und Pflegeanleitung: | Anleitung zum Anbau von Sauerkirschen - /Anleitung-zum-Anbau-von-Obstbäumen/Anleitung-zum-Anbau-von-Kirschen/ |
| Fruchtfarbe: | Rot |
| Ernte-/Reifedatum: | Juni |
| Bestäubungsart (Pflanzengeschlecht): | Selbstbestäubend |
| Verpackung: | wurzelnacktes Bäumchen |
| Plant Passport: | A: Prunus B: CZ-4282 C: 26/FP/0104 D: CZ |
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