Türkische Hasel Corylus colurna
Artikelnummer: 128038 9999246 Variante wählenProduktdetailbeschreibung
Türkische Hasel - ein elegantes Gehölz mit vielen ästhetischen und praktischen Vorzügen. Der Baum stammt ursprünglich aus Südosteuropa, dem Kaukasus und Kleinasien, wo er an lichten Waldhängen und steinigen Abhängen wächst. Unter mitteleuropäischen Bedingungen bildet er einen mittelstark bis stark wachsenden Baum von meist 15–20 m Höhe, dessen Krone je nach Standort und Alter etwa 8–12 m breit wird. Junge Bäume besitzen eine regelmäßig kegelförmige Krone, im Alter wird sie breit eiförmig. Der Stamm ist zunächst glatt und gräulich, bildet jedoch bald eine korkartige, plattig abblätternde Borke mit tieferen Furchen, die dem Gehölz auch im Winter einen ausdrucksstarken Charakter verleiht. Die Blätter sind 6–15 cm lang, breit eiförmig bis verkehrt eiförmig, am Grund oft herzförmig, doppelt gesägt bis schwach gelappt, oberseits dunkelgrün und eher matt, im Herbst färben sie sich gelb. Die Türkische Hasel ist einhäusig, die männlichen Blüten bilden lange gelbe Kätzchen von bis zu 8–12 cm, die am Übergang vom Winter zum Frühjahr erscheinen, meist im Februar und März, lange vor dem Blattaustrieb. Die weiblichen Blüten sind kleine Knospen mit roten Narben in den Knospenachseln, die Bestäubung erfolgt überwiegend durch den Wind. Die Früchte sind runde Nüsse von etwa 1,5–2 cm Größe mit einer dickeren Schale als bei der Gemeinen Hasel. Sie sitzen zu 3–8 Stück in tief geschlitzten, klebrigen Hüllen, deren Zipfel die typischen „stacheligen“ Büschel bilden. In wärmeren Lagen Deutschlands reifen sie von September bis Oktober. Der Kern ist kleiner, geschmacklich jedoch den üblichen Haselnüssen sehr ähnlich, reich an Ölen, Zucker und Energie und eine gute Ergänzung einer abwechslungsreichen Ernährung. Die Nüsse werden roh verzehrt, nach dem Knacken auch geröstet, für einfache Desserts und für Nussmischungen verwendet. Die Hauptbedeutung des Baumes bleibt jedoch die als Zier- und Landschaftsgehölz.
Im Unterschied zur bekannteren, strauchförmigen Gemeinen Hasel ist die Türkische Hasel ein schöner, recht großer und attraktiver Baum aus Südosteuropa, Kleinasien und dem Kaukasus. Sie ist für ihre Fähigkeit bekannt, unter verschiedensten klimatischen Bedingungen dauerhaft zu gedeihen, und verträgt heiße Sommer ebenso wie kalte Winter. Bereits seit dem Ende des 16. Jahrhunderts ist sie eine beliebte Pflanze in europäischen und später auch amerikanischen Gärten. Ideal sind tiefgründige, leichtere Böden mit höherem Kalkgehalt. Am besten gedeiht die Türkische Hasel an vollsonnigen Standorten, gegebenenfalls auch im Halbschatten. Sie fügt sich hervorragend in größere Rasenflächen und Grünstreifen ein und kann auch in befestigten Flächen wachsen. Sie ist nicht nur ein eindrucksvoller Solitär, sondern auch ein nützlicher Obstbaum. Mit ihrer regelmäßigen, pyramidalen Krone erreicht sie in unseren Breiten eine Höhe von etwa 15–20 m. Ein markantes Merkmal ist die auffällige, tief gefurchte, weißlich graue und korkartige Rinde, die schon jungen Pflanzen ein ehrwürdiges Aussehen verleiht. Die essbaren Haselnüsse werden bis zu 2 cm groß und wachsen in Büscheln zu 3–8 Stück. Die Türkische Hasel ist pflegeleicht, vollständig winterhart und verträgt verschmutzte Luft gut. Sie bevorzugt neutralen, gut durchlässigen Boden. Dank ihrer Blütezeit im Februar und März ist sie auch für die Imkerei bedeutsam, da sie Bienen eine frühe Nahrungsquelle bietet. Ihre Frosthärte reicht bis etwa −28 bis −30 °C.
Anbau: Der Baum gedeiht am besten in voller Sonne, verträgt aber auch lichten Halbschatten, die Krone wird dann lockerer. Dank der tiefen Pfahlwurzel und des reich verzweigten Wurzelsystems übersteht er Sommertrockenheit und Stadtklima gut und kommt nach dem Einwurzeln auch mit längeren niederschlagsfreien Perioden ohne Schaden zurecht. Der Boden sollte mittelschwer, lehmig bis lehmig-sandig, eher tiefgründig und gut drainiert sein, ungeeignet sind schwere, staunasse Böden. Geeignet ist ein schwach saurer bis neutraler bis schwach alkalischer pH-Wert von etwa 6–7,5. Junge Bäume werden vom Herbst bis zum Frühjahr gepflanzt, meist im Zeitraum November bis April außerhalb von Frostperioden. Für Solitäre empfiehlt sich ein Abstand von mindestens 6–8 m zu anderen größeren Gehölzen, in Alleen haben sich Pflanzabstände von 6–8 m zwischen den Bäumen bewährt. In den ersten Jahren nach der Pflanzung helfen regelmäßiges Gießen und das Mulchen der Baumscheibe, um Unkrautwuchs und Feuchtigkeitsschwankungen zu begrenzen. Nach vollständigem Einwurzeln verträgt die Türkische Hasel Fröste bis etwa −28 bis −30 °C, im Stadtklima auch tiefere Temperaturen, entscheidend ist eine gute Ausreifung der Jahrestriebe. Der Rückschnitt beschränkt sich auf Pflegeschnitte und ein mäßiges Auslichten der Krone, da sie von Natur aus eine regelmäßige Form bildet. Krankheiten und Schädlinge setzen ihr kaum zu, sie gilt als gesund und widerstandsfähig gegenüber städtischer Luftverschmutzung und langanhaltender Trockenheit. In der Gartengestaltung dient sie als Solitär, Alleebaum oder als Teil größerer Parkpflanzungen, wo sie dauerhaft Schatten, Stabilität und ein reizvolles sommerliches Erscheinungsbild bietet.
Autor: Nikol | Revision: 2.12.2025
Mehr unter: Anleitung zum Anbau von Strauchhaseln
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Zierhaseln (Corylus) |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Sonne |
| Blütezeit: | Marsch, Februar |
| Pflanz- und Pflegeanleitung: | Anleitung zum Anbau von Haselnusssträuchern - /anleitungen-zum-anbau-von-obstbäumen/anleitung-zum-anbau-von-haselnusssträuchern/ |
| Fruchtfarbe: | Braun |
| Ernte-/Reifedatum: | September, Oktober |
| Bestäubungsart (Pflanzengeschlecht): | Kreuzbestäubt |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Corylus B: CZ-4282 C: 25/FP/0134 D: CZ |
| Plant Passport 2: | A: Corylus B: CZ-4282 C: 26/FP/0003 D: CZ |
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