Waldkiefer 'Saxitilis' Pinus sylvestris 'Saxitilis'
Artikelnummer: 112026Produktdetailbeschreibung
Waldkiefer 'Saxitilis' - eine in Mitteleuropa heimische Art mit auffallend rötlich-orangefarbener Borke an älteren Stämmen und Nadeln, die zu zweit in Kurztrieben stehen. In der Natur besiedelt sie trockene Sandflächen, Felsränder und Berghänge und verträgt daher auch nährstoffarme Böden und Wind gut. Die Sorte 'Saxitilis' ist eine Auslese mit ausgeprägt zwergigem Wuchs, typisch ist das Fehlen eines deutlichen Leittriebs. Statt eines baumartigen Habitus entsteht ein niedriger, ausladender Kleinstrauch, der sich allmählich zu einer polsterartigen Form schließt. Mit 10 Jahren erreicht er etwa 0,3 m Höhe und rund 1,0 m Breite, ausgewachsen meist 0,5–0,7 m × etwa 1,2 m. Die Nadeln sind kürzer als bei der Art, fest, grün bis graugrün bereift und behalten ihre Farbe auch im Winter. Der Austrieb im Frühjahr zeigt hellere Spitzen der „Kerzen“, die einen feinen Kontrast setzen. Der Duft ist harzig und beim Berühren der Nadeln oder bei warmem Wetter wahrnehmbar. Zapfen können sich an ausgereiftem Holz bilden, sie sind kleiner und dekorativ. Die Sorte eignet sich als Solitär in Steinbeeten, in modernen Kiesgärten und als niedriger Akzent im Heidegarten. Besonders schön wirkt sie im Steingarten in Gruppenpflanzung.
Die Waldkiefer ist ein Nadelbaum, der für seine Widerstandsfähigkeit und seine Verbreitung in unterschiedlichsten Lebensräumen bekannt ist. Sie kann 20–35 Meter hoch werden und besitzt eine kegelförmige Krone, die mit dem Alter unregelmäßiger und offener wird. Die Nadeln sind graugrün, etwa 4–7 cm lang und stehen zu zweit in Kurztrieben. Die Winterknospen sind harzig und eiförmig bis länglich-eiförmig. Junge Triebe und Nadeln verströmen den charakteristischen Harzduft. Die Waldkiefer wird vielfältig in der Forstwirtschaft und im Landschaftsbau verwendet. Sie wird häufig zur Holzgewinnung gepflanzt, aber auch als Zierbaum in Parks und Gärten. Dank ihrer Robustheit und ihrer Toleranz gegenüber unterschiedlichen Bedingungen ist sie eine beliebte Wahl für Hecken oder die Aufforstung größerer Flächen. Auf offenen Flächen bildet die Waldkiefer meist malerische Kronen und harmoniert hervorragend mit Laubgehölzen wie Eichen, Lederhülsenbaum, Robinie, Schnurbaum, Hainbuche und Weißdorn. Eindrucksvolle Kombinationen gelingen mit Birken, Wacholdern, Heide und Rhododendren. Größere Heidegärten bieten einen passenden Rahmen, während kleinere, zwergige Sorten ideal für größere Steingärten, mobiles Grün oder die Gestaltung von Dachgärten und Terrassen sind. So lässt sich auch die Art verwenden, wenn man etwas Zeit in die Formgebung durch Auskneifen der austreibenden Triebe investiert. Die markante rostrote Rinde ist ein optischer Blickfang, der den Baum visuell in den Vordergrund rückt. Diese starke Wirkung wird im Landschaftsbau vor allem dort genutzt, wo die Stämme vor dem rötlichen Abendhimmel leuchten. Die Waldkiefer gilt zudem in vielen europäischen Ländern als Symbol und ist eng mit deren kulturellen Traditionen verbunden. Ihre Robustheit und vielseitige Verwendbarkeit machen sie zu einem bedeutenden Bestandteil zahlreicher Landschaften und Ökosysteme.
Anbau: Die beste Färbung und dichteste Benadelung zeigt sich in voller Sonne, im lichten Halbschatten wachsen viele Sorten noch zuverlässig, die Krone wird jedoch lockerer. Ein geschützter Standort ist vor allem im Winter von Vorteil, wenn Wind und Sonne zusammen das Austrocknen der Nadeln fördern, in warmen Tieflagen hilft ein Mikroklima mit kühlerem Untergrund und Mulch. Bewährt hat sich ein durchlässiger, sandig-lehmiger bis steiniger Boden, in schweren Tonböden ist eine Drainage wichtig, da Zwergformen empfindlich auf Staunässe reagieren. Der empfohlene pH-Wert liegt bei etwa 4,5–6,5, in vielen Gartenböden funktioniert auch ein leicht saures bis schwach neutrales Milieu. Containerpflanzen werden von März bis November gepflanzt, in der warmen Jahreszeit mit regelmäßiger Bewässerung, damit der Wurzelballen nicht austrocknet, besonders im ersten Sommer. Nach dem Einwurzeln ist die Trockenheitsverträglichkeit mittel bis hoch, dennoch lohnt sich bei Zwergsorten eine gleichmäßige Feuchtigkeit während langer Hitzeperioden. Die Düngung sollte sparsam erfolgen, im Frühjahr mit einer kleineren Gabe eines langsam löslichen Koniferendüngers, ein Stickstoffüberschuss fördert weichen Zuwachs und das Krankheitsrisiko. Ein Rückschnitt ist in der Regel nicht erforderlich, zur Verdichtung werden mitunter die jungen „Kerzen“ im Mai bis Juni eingekürzt. Rindenmulch stabilisiert Bodenfeuchte und Bodentemperatur. Die Kultur im Kübel ist verbreitet, nötig sind eine Drainageschicht, ein durchlässiges Substrat und ein Winterschutz des Gefäßes gegen das Durchfrieren der Wurzeln, bei Tauwetter ist auf die Feuchtigkeit zu achten. Die Frosthärte zwergiger Kiefern ist hoch, um −30 °C, ein Risiko stellen eher Wintertrocknis und Staunässe dar. An Schädlingen können bei Trockenheit Spinnmilben und Blattläuse auftreten, an Krankheiten Kiefernschütte und Wurzelfäule in schwerem Boden. Die Pflanzabstände richten sich nach der Endbreite, als Richtwert 0,8–1,5 m bei Polsterformen und etwa 1,5–2,5 m bei breiteren Zwergsorten.
Autor: Kristýna | Revision: 22.02. 2026
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Kiefern (Pinus) |
|---|---|
| EAN: | 2284900352843 |
| Lichtverhältnisse: | Sonne |
| Höhe: | 40-60, 60-80 |
| Blattfarbe: | Grün |
| Pflanz- und Pflegeanleitung: | Anleitung zum Anbau von Nadelbäumen - /anleitungen-zum-anbau-von-nadelbaeumen/ |
| Verpackung: | Container C3 |
| Form und Höhe: | 20 - 30 cm |
| Plant Passport: | A: Pinus B: CZ-4282 C: 23/FP/0067 D: CZ |
Diskussion
Seien Sie der Erste, der einen Beitrag zu diesem Artikel schreibt!
