Waldrebe 'Jan Pawel II' Clematis 'Jan Pawel II'
Artikelnummer: 69594Produktdetailbeschreibung
Waldrebe 'Jan Pawel II' - eine polnische großblumige Waldrebe aus dem Kreis der früh bis mittelfrüh blühenden Sorten. Gezüchtet wurde sie von Stefan Franczak Ende der 70er-Jahre. Der Name erinnert an Papst Johannes Paul II., was die Pflanze nicht nur zu einem Zierelement, sondern auch zu einem symbolträchtigen Teil des Gartens macht. Unter mitteleuropäischen Bedingungen bildet sie eine sommergrüne Kletterpflanze von etwa 3–4 m Höhe und rund 1–1,5 m Breite, je nach Bodenqualität und Größe der Kletterhilfe. Die Triebe sind relativ dünn und biegsam. An der Stütze halten sie sich mit den Blattstielen fest, deshalb beranken sie mühelos Pergolen, Drahtzäune, Holzpfosten oder ältere Sträucher. Die grünen Blätter sind gefiedert bis dreizählig und bilden während der Saison einen geschlossenen Mantel, der im Herbst abfällt und das Gerüst wieder freigibt. Die Blüten mit einem Durchmesser von etwa 13–15 cm erscheinen von Juni bis September. Anfangs sind sie fast rein weiß, in der zweiten Sommerhälfte zeigt sich ein deutlicherer rosa Streifen in der Mitte der Blütenblätter. Die Mitte schmücken kontrastierende Staubbeutel in dunklerem Farbton, die der Blüte Tiefe verleihen. Vor dem dunklen Hintergrund von Mauerwerk oder Nadelgehölzen wirken die Blüten wie Lichtflecken und ziehen den Blick auch aus größerer Entfernung auf sich. Dank der Kombination aus Höhe und zarter Farbgebung eignet sich die Sorte für moderne wie ländliche Gärten, für städtische Innenhöfe und Hauseingänge, wo sie vertikale architektonische Linien betont. In Nachbarschaft zu Rosen, dunkelblühenden Waldreben oder Hortensien entstehen harmonische Farbübergänge. Die Blüten locken Bestäuberinsekten an, besonders kleine Bienen und Schwebfliegen. Alle Pflanzenteile sind jedoch beim Verzehr giftig. Die Sorte gehört zur Schnittgruppe 2 der Waldreben.
Anbau: Waldreben benötigen einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit kühlerem, beschattetem Wurzelbereich. Die Triebspitzen gedeihen im Licht, die Wurzeln besser im Halbschatten, deshalb werden um den Pflanzenfuß häufig niedrigere Stauden gesetzt oder es wird gemulcht. Der Boden sollte tiefgründig, humos, gut durchlässig, nährstoffreich und gleichmäßig mäßig feucht sein. Ein geeigneter pH-Wert liegt bei etwa 6–7. In schweren Lehmböden empfiehlt sich die Zugabe von Sand und Kompost, in leichten Sandböden hilft eine Mulchschicht aus Rinde. Die Pflanzung erfolgt etwa 30–40 cm von der Kletterhilfe entfernt. Der Wurzelhals wird leicht unter das umgebende Bodenniveau gesetzt, was die Widerstandsfähigkeit erhöht und die Bildung neuer Triebe fördert. Pro laufendem Meter Kletterhilfe rechnet man je nach gewünschter Dichte mit 1–2 Pflanzen. Im ersten Jahr wird der Boden gleichmäßig feucht gehalten, später verträgt die Waldrebe kurze Trockenheit, längere Perioden ohne Wasser schränken die Blüte jedoch ein. Im Frühjahr wird Kompost oder ein Dünger für Blühstauden gegeben. Die Blüten erscheinen am älteren und teilweise auch am neuen Holz. Ausgereifte Pflanzen sind bis etwa −25 °C frosthart. Junge Pflanzen werden vor dem Winter mit einer Schicht aus Grasschnitt oder Reisig geschützt, damit sie nicht erfrieren. Bei lang anhaltender Nässe kann die Clematiswelke auftreten, daher sind ein luftiger Standort, ein nicht vernässter Boden und eine sparsame Stickstoffdüngung ratsam.
Autor: Kristýna | Revision: 05.12.2025
Schnitt der Waldreben:
1. Gruppe - umfasst Waldreben, die etwa ab Mai an kurzen Trieben aus dem alten Holz blühen. Ein Schnitt ist bei dieser Gruppe nicht notwendig (gegebenenfalls nur kurz nach der Blüte).
2. Gruppe - umfasst Waldreben, die im Frühsommer blühen. Die Blüten bilden sich im Mai und Juni an den vorjährigen Trieben, danach erscheinen sie in geringerem Umfang noch im August und September. Der Schnitt sollte schonend sein, etwa 1,5 m über dem Boden, und bei günstiger Witterung zwischen November und März erfolgen. Vor dem Austrieb werden nur schwache und abgestorbene Triebe entfernt.
3. Gruppe - umfasst großblumige, im Sommer blühende Waldreben. Bei ihnen ist ein jährlicher kräftiger Rückschnitt notwendig. Bei jungen Pflanzen werden die Triebe auf etwa 0,2-0,4 m über dem Boden eingekürzt, ältere Pflanzen lässt man höher, etwa 0,3-0,5 m über dem Boden. Der Schnitt erfolgt bei günstiger Witterung zwischen November und Anfang März - am besten in der Zeit, in der die Knospen bereits zu treiben beginnen.
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Clematis (Waldrebe) |
|---|---|
| EAN: | 2284900155857 |
| Lichtverhältnisse: | Sonne, Halbschatten |
| Höhe: | 400 und mehr, 300 und mehr |
| Blütenfarbe: | Rosa, Weiß |
| Blütezeit: | Juni, Juli, August, September |
| Verpackung: | Container |
| Plant Passport: | A: Clematis B: CZ-4282 C: 26/FP/0134 D: CZ |
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