Zwerg-Zwetschge 'Bühler' Prunus domestica 'Bühler'
Artikelnummer: 3732Produktdetailbeschreibung
Zwerg-Zwetschge 'Bühler' - kompakte Form der traditionellen deutschen Sorte 'Bühler Frühzwetschge', die um 1840 in Kappelwindeck bei Bühl in Baden gefunden wurde. Das Bäumchen wächst langsam, bildet eine niedrige, gut verzweigte Krone und erreicht ausgewachsen meist 1,5–2 m, was Ernte und Pflege deutlich erleichtert. Die weiße Blüte erscheint mittelspät im Frühjahr, wodurch die Gefahr von Spätfrostschäden sinkt. Die Sorte ist vollständig selbstfruchtbar und trägt regelmäßig, in der Literatur wird zudem eine Toleranz gegenüber der Scharkakrankheit angegeben. Die Früchte sind mittelgroß bis groß, oval, dunkelblau bis violett und stark bereift, das Fruchtfleisch ist goldgelb bis hell grünlich-gelb, saftig, von angenehm süßsäuerlichem Geschmack und gut steinlösend. Die Reife setzt früh ein, je nach Lage und Jahr in der Regel von Ende Juli bis Mitte August. Die Verwendung ist vielseitig: zum Frischverzehr, für Konfitüren und Säfte, für Pflaumenmus und Brände, zum Backen eignen sich vor allem vollreife Früchte. Im Garten kommt sie als niedriger Solitär im Vorgarten, in einer warmen Ecke an der Terrasse oder in einem geräumigen Kübel zur Geltung, wo sie zuverlässige Erträge bringt und mit ihrer Frühjahrsblüte Bestäuber anlockt.
Anbau: Für den Anbau empfiehlt sich ein sonniger, warmer und windgeschützter Standort. Der Boden sollte durchlässig und nährstoffreich sein, mit schwach saurer bis neutraler Reaktion, ideal ist ein pH-Wert um 6,5. Nach der Pflanzung ist gleichmäßig zu gießen, ohne Staunässe zu verursachen, im Frühjahr wird Kompost oder ein Langzeitdünger für Obstgehölze gegeben und die Oberfläche gemulcht, damit der Boden nicht austrocknet. Gepflanzt wird am besten zeitig im Frühjahr oder im Herbst bei frostfreiem Wetter, Containerpflanzen lassen sich auch während der Saison setzen. Im Kübel empfiehlt sich ein standfestes Gefäß mit mindestens 30–40 l Volumen und Drainage sowie ein hochwertiges Substrat, es wird regelmäßig in niedrigen Gaben nachgedüngt und die Pflanze nach 2–3 Jahren in frische Erde umgetopft. Der Rückschnitt erfolgt nach der Ernte im Sommer, da die Wunden dann besser verheilen und das Risiko der Bleiglanzkrankheit sinkt (Pilzkrankheit des Steinobstes – am häufigsten bei Zwetschgen, Aprikosen und Kirschen. Sie zeigt sich durch einen silbrigen Glanz der Blätter, die später vertrocknen, und Äste können nach und nach absterben. Der Pilz dringt über frische Schnittwunden in den Baum ein, vor allem bei kühlem und feuchtem Wetter, typischerweise im Frühjahr und Herbst). Beim Schnitt stehen das Auslichten der Krone und die Erneuerung des Fruchtholzes im Vordergrund. Die Sorte reift im August, für höhere Erträge ist eine weitere europäische Zwetschge in der Nähe förderlich, wenn auch nicht notwendig. Die Frosthärte liegt in der Praxis je nach Quelle und Gartenlage bei etwa −26 bis −29 °C. An Krankheiten sind Monilia-Fruchtfäule und Pflaumenrost zu beobachten, hilfreich sind eine luftige Krone und vorbeugende Maßnahmen in regenreichen Sommern. Für Einsteiger bewährt sich das Anbinden der Neutriebe zu einer offenen Hohlkrone, das rechtzeitige Ausdünnen des Fruchtbehangs und der Schutz der Ernte vor Vögeln mit einem Netz.
Mehr unter: Anleitung zum Anbau von Pflaumen
Zusätzliche Parameter
| Kategorie: | Säulenobst & Zwergobst |
|---|---|
| EAN: | Variante wählen |
| Lichtverhältnisse: | Sonne |
| Verpackung: | wurzelnacktes Bäumchen |
| Plant Passport: | A: Prunus B: CZ-4282 C: 24/FP/0024 D: CZ |
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